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45. Konstanzer Symposium 2026
Das diesjährige Symposium fand am 29./30. April 2026 statt und widmete sich der zentralen Frage: „Zwischen Kindheit und Kriminalität: Die Streitfrage der Strafmündigkeit.“
Dabei wurde diskutiert, ab welchem Alter Kinder strafrechtlich für ihre Taten zur Verantwortung gezogen werden sollten (derzeitige Grenze in Deutschland: ab 14 Jahre).
Die Veranstaltung wurde vom Justizministerium ausgerichtet. Zahlreiche Experten aus Justiz, Politik, Wissenschaft (u.a. Kinder- und Jugendpsychiatrie), Wirtschaft und Medien trugen ihre unterschiedlichen Perspektiven bei. Seit dem 40. Jubiläum (des damaligen ‘Triberger Symposiums’) sind auch justiznahe Berufsverbände eingeladen.
Es wurde betont, dass es nicht um eine einfache Senkung des Alters von 14 auf 12 Jahren gehe, sondern um differenzierte, verantwortungsvolle Lösungen, welche den Opferschutz und die Entwicklungschancen junger Menschen in Einklang bringen. Einige Experten beleuchteten die psychologische Perspektive und polizeiliche Präventionsarbeit.
Es wurden auch internationale Ansätze vorgestellt, etwa die Praxis in der Schweiz, wo Strafmündigkeit bereits ab zehn Jahren beginnt, jedoch mit differenzierten Reaktionsmöglichkeiten verbunden ist.
Zum Abschluss wurde ein innovativer Ansatz eines „Verantwortungsverfahrens“ diskutiert.
Das ‘Triberger/Konstanzer Symposium’ ist eine seit 1980 jährlich stattfindende rechtspolitische Veranstaltung in Baden-Württemberg.

“Das gute Beispiel ist nicht eine Möglichkeit, andere Menschen zu beeinflussen, es ist die einzige.” (Albert Schweitzer)