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in Baden-Württemberg

•   Informationen des Berufsverbands  •

 

 

Überstunden in der Justiz ohne Ende – nicht nur im Justizvollzug !

Für das Jahr 2018 wurden im Strafvollzugsdienst 315.240 Überstunden verzeichnet, meldete das Justizministerium, womit auf jeden der 3.846 Mitarbeiter im Durchschnitt knapp 82 Stunden pro Jahr entfielen. Im Vorjahr habe der Wert noch bei 237.970 Stunden gelegen; innerhalb eines Jahres also eine Zunahme um ca. 30 %. Das ist heftig, viel zu viel und hat konkrete Ursachen.

Allerdings werden in der Justiz auch dort zu viele Überstunden geleistet, wo nicht gestempelt wird oder wo keine Stunden aufgeschrieben werden: Richter, Staatsanwälte, Amtsanwälte und Rechtspfleger kommen mit ihrer regulären Arbeitszeit wegen des hohen Arbeitsdrucks meistens auch nicht rum. Mit 41 Stunden (statt 39,5 oder 37,5) pro Woche und einer Regelarbeitszeit bis 67 (statt 63 oder 60) stehen auch sie ordentlich 'unter Dampf', doch die reguläre Arbeitszeit reicht bei Weitem nicht aus, um die anfallenden Aufgaben umfassend und ordentlich zu stemmen. Geleistete Überstunden werden gewöhnlich weder abgerechnet noch vergütet („Hauptsache, der Laden läuft!“).

 


"Das gute Beispiel ist nicht eine Möglichkeit, andere Menschen zu beeinflussen, es ist die einzige."  (Albert Schweitzer)