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Amtsanwältinnen Amtsanwälte
in Baden-WürttembergDie Staatsanwaltschaften in BaWüDie Staatsanwaltschaften in BaWü

   Informationen des Berufsverbands  •

  

  


 

Aktuelle Entwicklungen:

 

GeldscheineGeldscheine

Ab 01. Dezember ist die Besoldung der rund 190.000 Landesbeamten, Richter und Staatsanwälte um 2,8 % erhöht worden, womit man das Tarifergebnis öD der Länder von 2021 übernahm.

Außerdem hat der Landtag im November 2022 das Gesetz zur Anpassung von Dienst- und Versorgungsbezügen beschlossen, welches ab Januar 2023 auch neue Beihilferegelungen umfasst. Das BVerfG hatte bekanntlich 2020 klargestellt, dass die Beamtenbesoldung mindestens 15 % über der sozialrechtlichen Grundsicherung liegen und insbesondere die Höhe der Familienzuschläge nachgebessert werden müsse.

Das Land Baden-Württemberg setzte dies nun mit einem kostenintensiven '4-Säulen-Modell' um:

1 Die neu im Beruf startenden Beamten des mittleren und gehobenen Dienstes werden verbessert eingruppiert.
2 Einsteiger werden gleich in Erfahrungsstufe 3 eingestuft und dadurch etwas besser bezahlt.
3 Die (in 2013/2014 auf 50 % abgesenkten) Beihilfe-Bemessungssätze steigen wieder auf 70 %.
4 Kinderbezogene Familienzuschläge für das erste und zweite Kind werden vor allem für untere Einkommensgruppen gestaffelt erhöht. Der kinderbezogene Zuschlag für dritte und weitere Kinder wird für alle Einkommensgruppen ab 01. Dezember auf jeweils 750,44 € erhöht.

Das Finanzministerium wird an betroffene Beamte für die Zeit ab Januar 2020 bis Dezember 2022 unabhängig von einem Widerspruch ggfs. entsprechende Nachzahlungen leisten.

Weitere Verbesserungen wurden ansonsten nicht vorgenommen, was bereits zu Kritik führt: drastisch steigende Inflation, Einführung des Bürgergelds, schrumpfende Abstände innerhalb des Besoldungsgefüges ... 

 

Amtsanwälte - DiPoBewAmtsanwälte - DiPoBew

Das JuMin hat seine Fortschreibung der 'Dienstpostenbewertung für die Amtsanwälte' mit VwVfg vom 09. November 2022 abgeschlossen:

„Die Dienstposten im Amtsanwaltsdienst werden in den Besoldungsgruppen A 12 bis A 14 gebündelt, was zulässig ist, wenn eine besondere sachliche Rechtfertigung vorhanden ist (vergleiche näher oben Nummer 3.1.2). Die Dienstposten der Amtsanwältinnen und Amtsanwälte gehen mit ständig wechselnden, unterschiedlich schwierigen Aufgaben einher.“

Damit ist der bisherige 'Kriterienkatalog für EOAAe' entfallen. Der Katalog hatte seine Wurzel in einer althergebrachten 'Fußnote' für die Besoldungsstufe 'A13+Zulage'. Seit der Dienstrechtsreform 2010 gibt es für Amtsanwälte keine Zulagen-Stellen mehr, womit diese Lösung naheliegend erscheint. Die neue Regelung trat zum 01.12.2022 in Kraft. Als maßgebliche Kriterien für künftig anstehende Auswahlentscheidungen dürften die Dienstlichen Beurteilungen verbleiben. 

 


"Das gute Beispiel ist nicht eine Möglichkeit, andere Menschen zu beeinflussen, es ist die einzige."  (Albert Schweitzer)